aktualisiert 17.7.09

Junghahn 2007

Allgemeines

Mit dem Kauf von 30 Eintagsküken, Zwerg-Welsumer orangefarbig, begann 2003 die jüngste Zuchtaktivität. 2004 wurden 20 Eier getauscht und 20 Eier zugekauft. Im Herbst 2007 wurde ein hv-Hahn von Steinacker (Ausstellung Sinsheim), durch eine Henne von Lenk (Ausstellung Erfurt) und 2 Hähne und zwei Hennen von Guhs (Ausstellung Erfurt) eine erhebliche Ergänzung des eigenen Bestandes vorgenommen. Die neuen Tiere haben alle eine ausgezeichnete Körperhaltung, viel Standhöhe und die so wichtige "Dreiteilung" der Brustfedern. Der heutige Bestand geht auf diese Herkünfte zurück.

Beim Beringen erhalten unterdurchschnittlich entwickelte Tiere keinen Jahresring. Ebenso werden Hennen, die mit 7 Monaten noch nicht legen aussortiert. Wenn dies für eine Vollgeschwistergruppe erkennbar ist werden auch die Eltern und Geschwister aussortiert. Die Küken eines Jahrgangs stammen von 6 Stämmen zu je 1-2 Hennen möglichst aus 2 Schlupfterminen im Abstand von ca. 2 Monaten. Erfolgreiche Hennen und Hähne, d.h. nach verschiedenen Selektionen (Kamm, Körperform, Zeichnung usw.) sind noch Nachkommen da, werden ein zweites evtl. auch drittes Jahr in gleicher oder anderer Paarung eingesetzt, sonst werden die Tiere nur ein Jahr eingesetzt.  

     Zuchtstall für 6 Stämme

      

Die beste bisher erzielte Bewertung war sg 95 jeweils für Hennen und im Jahr 2008 auch für einen Hahn. Solche Tiere werden mehrere Jahre eingesetzt.  

   

Rückblick auf die Zuchtsaison 2007

Das Ziel der Stammzusammenstellung bestand in erster Linie in der deutlichen Verbesserung der Dreiteilung der Brustfederzeichnung bei den Hähnen. Sie war der Hauptkritikpunkt bei den Ausstellungen in der Vergangenheit. Außerdem wurden gezielt die höchstbewerteten Tiere, unabhängig von ihrer Verwandtschaft zusammengestellt. Aus 6 Stämmen (1,2) wurden 60 Kücken aufgezogen. 8 Hähne und 12 Hennen wurden auf Ausstellungen gezeigt (2 x sg 95, 7 x sg 94 und 4 x sg 93). Dies sind die besten Bewertungen, die unsere Tiere bisher erzielt haben. Es waren auch erstmals Großschauen (Hannover, Sinsheim, Erfurt, Leipzig, Landesschau Magdeburg und Dortmund) auf denen die Tiere vorgestellt wurden.

Zu verbessern ist die Körperhaltung (Rückenlinie, Schwanzstellung) und die Standhöhe sowohl bei Hähnen und Hennen. Einige Tiere kamen wegen dieser “Wünsche“, sonst aber vieler Vorzüge nicht in den „sg-Bereich“.

Zuchtsaison 2008

Aus dem eigenen Bestand würde es Jahre dauern bis diese „Wünsche“ verbessert werden können. Deshalb muss in der „Blutergänzung“ ein Schritt nach vorn versucht werden.

Bei der Stammzuordnung wurden insbesondere solche eigenen Hähne und Hennen mit den „Neuen“ zusammengestellt, deren Nachzucht bisher schon gute Bewertungen erreicht hatten. Zusätzlich sind Inzuchtpaarungen (Vater-Tochter, Mutter-Sohn, Vollgeschwister usw.) zur Verbesserung der Vererbungssicherheit in den Folgegenerationen kombiniert worden. Mit 8 Stämmen (1,2) und geplanten 100 Kücken müsste die Auswahl für die Weiterzucht 2009, dann wieder mit weniger Tieren, groß genug sein. Durch die große Zahl müssten auch die negativen Ergebnisse der Inzucht zu verkraften sein.

Wie jedes Jahr ist die Hoffnung für die nächste Generation bzw. die Ausstellungen im Herbst 2008 groß. Durch die Maßnahmen der Blutergänzung und der Inzucht in Verbindung mit viel Nachzucht zum Selektieren sollte es nicht nur bei der Hoffnung bleiben.

Über 90 Kücken sind geschlüpft, beringt und die Hoffnungen waren groß. Nach meinen Erkenntnissen ist ein deutlicher Fortschritt in der Körperform, der Standhöhe, der Zeichnung und dem Kammschnitt festzustellen. Groß war die Enttäuschung dann bei den Ausstellungen als die Bewertungen nicht diesen Hoffnungen entsprachen. Scheinbar, dies wurde von mehreren Ausstellern an verschiedenen Schauen beobachtet, sind in diesem Jahr die Beurteilungskriterien für diese neue und kleine Rasse angehoben und dem der rostrebhuhnfarbigen Zwergwelsumer angenähert worden. Außerdem gab es entweder hohe oder niedrige Bewertungen, was natürlich Ärger unter den Züchtern verursacht. Jetzt am Ende, bei Betrachtung der "überlebenden Jungtiere" ist auf ein Mal eine deutliche Verbesserung des Bestandes, der für die neue Saison zur Verfügung steht sichtbar.  Damit haben sich die Hoffnungen doch erfüllt und der alte Spruch "im Herbst werden die Kücken gezählt" hat sich wieder einmal bewahrheitet.

Zuchtsaison 2009

Von den Neulingen sind ein paar sehr interessante Nachkommen dabei. Erstmals kann auch auf solche Eigenschaften wie ausreichend Farbe, Pfefferung und Nerv geachtet werden. Der Aufwand des vergangenen Jahres hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt sind ein paar Jahre Konsolidierung notwendig denn die Typenvielfalt ist doch groß geworden. Es lassen sich sehr vielversprechende Stämme zusammenstellen. Vier junge Hähne kommen neben den Hähnen von Steinacker und Guhs zum Einsatz. Die Hennen von Lenk und Guhs sind auch wieder mit dabei.